Abschlussübung: Drei Jugendliche aus Stall gerettet

Bei unserer großen herbstlichen Abschlussübung kamen noch einmal alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden zum Einsatz: Ein landwirtschaftliches Anwesen in Meißendorf brannte und der Sohn der Eigentümerin mitsamt seiner Freunde wurde vermisst. Wie viele Jugendliche insgesamt in dem Gebäude waren, war den Einsatzverantwortlichen bei der Ankunft aber nicht klar, weil die Stallbesitzerin nicht wusste, wie viele Jungen zu Besuch waren. Sie alarmierte die Feuerwehr, die wenige Minuten später eintraf. Der Einsatzleiter machte sich ein Bild von der Lage: Dichter Rauch drang aus dem brennenden Anwesen. Die Einsatzkräfte hatten keine Sicht in dem Gebäude. Unter erschwerten Bedingungen (Scheune und Stall standen voll mit Heu, Stroh, Futtermitteln und landwirtschaftlichen Geräten und zusätzlich wurden den Atemschutzgeräteträgern auch noch die Maskenvisiere für die Übung teilweise zugeklebt) suchten sie die Jugendlichen unter Atemschutz in dem Gebäuden. Dabei erkundeten sie systematisch alle Räume vom ebenerdigen Heulager und Maschinenschuppen über den Kuhstall bis zum Dachboden im Obergeschoss  und standen währendessen in ständiger Funkverbindung mit dem Einsatzleiter und dem Atemschutzüberwacher.

Voller Einsatz im Team

Andere Kameradinnen und Kameraden unserer Einsatzabteilung löschten derweil von außen den Brand bzw. schützten Wald und Nachbarhäuser vor dem Übergriff der Flammen. Die Wasserversorgung wurde erschwert, weil ein Anwohner-Pkw auf dem Unterflurhydrant parkte, doch die Fahrerin war glücklicherweise schnell ausfindig gemacht, das Auto weggefahren und das Wasser floss. Andere Feuerwehrleute sicherten die Einsatzstelle und den Anfahrtsweg ab. Ein weiterer Kamerad beleuchtete den Hof mit einem großen Lichtmast und eine andere Kameradin kümmerte sich um die aufgeregte und panische Mutter, die um die Kinder in der Scheunge bangte. Alle drei Jugendlichen konnten gerettet werden. Sie wurden mitsamt der unter Schock stehenden Mutter von den ebenfalls alarmierten Rettungskräften medizinisch und psychologisch betreut. Der Brand wurde gelöscht, es gab keine Schäden an den Nachbargebäuden. Tiere wurden nicht verletzt, weil sie sich beim Ausbruch des Brandes auf der Weide und den Ausläufen befanden. So kam die Abschlussübung zu einem guten Ende und die Stallbesitzerin, selber Feuerwehrkameradin in der Meißendorfer Ortsfeuerwehr, war froh, dass das alles nur eine Übung war und der Sohn in Wirklichkeit auf Klassenfahrt unterwegs war und sich nicht mit seinen Freunden in der brennen Scheune befand.

Beginn der Theorie-Saison

Jetzt beginnt unsere Theoriezeit: Während unserer Dienste im Winterhalbjahr bilden wir uns für solche Einsätze fort und üben beispielsweise den Sprechfunk bei einem Einsatz, das Erkunden einer Lage, das bestmögliche Vorgehen bei einem Innenangriff unter erschwerten Bedingungen oder die korrekte Atemschutzüberwachung. Gerne zeigen wir  interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Meißendorf, was wir für den Brandschutz, die Brandabwehr und die Brandbekämpfung in unserem Dorf tun.