Leben retten mit dem Leiterbock

Eine verletzte Person liegt in einer Grube, einem Schacht oder einem Silo. Der Notarzt sagt, sie muss waagerecht und schonend nach oben gebracht werden. Es kommt nicht auf die Zeit an, sondern auf größtmögliche Schonung, weil der Verletzte beispielsweise Wirbelsäulenverletzungen hat, die nicht bewegt werden sollen, da sonst schwere Lähmungen drohen.

Was jetzt zu tun ist, übten wir vor kurzem bei unserer Leiter-Übung. Mit Hilfe des sogenannten Leiterbocks können wir den Verletzten auf einer Trage behutsam nach oben bringen. Der Leiterbock ist eine Art Dreiecksgerüst, das wir aus unseren Steckleitern und dem Standrohr herstellen, die wir auf unserem Fahrzeug immer mitführen. Also quasi eine Rettungshilfe mit Bordmitteln.

Zwei Kameraden steigen nach unten in die Grube, legen den Verletzten vorsichtig auf die Trage, während andere Kameradinnen und Kameraden oben den Leiterbock vorbereiten. Dann wird die Trage vorsichtig mit Rettungsleinen und Umlenkung nach oben gezogen und der Verletzte zur medizinischen Behandlung dem Notarzt übergeben.