CSA-Übung auf dem Sportplatz

Auch wenn es in Meißendorf glücklicherweise nicht allzu häufig zu großen Chemieunfällen kommt – geübt werden müssen sie von der Feuerwehr trotzdem. Beim letzten Dienst zwängten sich daher zwei unserer Kameradinnen in die astronautenähnliche „CSA-Ausrüstung“, um ein Faß mit unbekanntem Inhalt vom Sportplatz zu bergen, dessen auslaufende Flüssigkeit schon den ganzen umgebenden Rasen verätzt hatte.

CSA hat nichts mit der ähnlich klingenden Modemarke zu tun, sondern bedeutet Chemikalienschutzanzug. Damit können wir bei Gefahrgutunfällen geschützt vor radiologisch, chemisch oder bakteriologisch kontaminierter Umwelt arbeiten. Er schützt uns vor Gasen, Flüssigkeiten und Stäuben, die bei Chemieunfällen vorkommen können. Unsere Atemluft haben wir dabei unter dem Anzug in einem Pressluftatmer dabei.

Die beiden Kameradinnen brachten das Faß aus der Gefahrenzone und kontrollierten, ob sich auf dem Gelände noch verletzte Personen aufhalten. Danach müssen sie unter anderem mit Wasser dekontaminiert werden, bevor sie wieder in ihre normale Kleidung können. Dabei halfen ihnen zwei weitere Kameraden in leichten Schutzanzügen, während die anderen Feuerwehrleute die Unfallstelle ausleuchteten, absperrten und darauf achteten, dass keine Personen den abgesperrten Bereich betreten. Bei so einer Übung greifen alle Arbeitsschritte in einem Räderwerk ineinander, denn nur im Team sind wir in der Feuerwehr stark!

Text: Angelika Sontheimer, Foto: Marc von Hörsten