Fit unter Atemschutz

In der Übungsstrecke der Feuerwehrtechnischen Zentrale, FTZ, des Landkreises Celle in Hambühren absolvierten vor kurzem Regina Radom, Bastian Scholke und Angelika Sontheimer ihren jährlichen AGT-Leistungsnachweis. Dort müssen unsere Atemschutzgeräteträger (AGT) nach ihrer Ausbildung einmal im Jahr ihre körperliche Belastbarkeit und Fitness unter Beweis stellen. Die Übungsstrecke ist neben der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung in festgelegten Intervallen die zweite Voraussetzung für den Einsatz unter Atemschutz bei Bränden.

Zur Übungsanlage gehört ein Vorbereitungsraum, in dem sich die Atemschutzgeräteträger umkleiden und die Einsatzkurzprüfung an ihrem Atemschutzgerät vornehmen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob genügend Druck und damit Luft für den Einsatz vorhanden ist. Zwei Mitarbeiter der FTZ überwachen die Übungsanlage vom Leitstand aus. Sie beobachten die Prüflinge mit einer Kamera auf der Übungsstrecke und greifen in Gefahrensituationen ein. Außerdem können sie die dunkle Übungsstrecke zusätzlich vernebeln und mit Hintergrundgeräuschen wie bei einem echten Feuer beschallen, um reale Einsatzbedingungen nachzustellen. In der Übungsstrecke, die wie ein großer Gitterkäfig mit Hindernissen aussieht, heißt es robben, klettern, steigen, überwinden, durchschieben und emporziehen. Vor und nach der Übung müssen die AGT-Träger/innen im Geräteraum ein Fitnessprogramm mit vollständiger persönlicher Schutzausrüstung und angeschlossenem Atemschutzgerät absolvieren. Dazu gehören ein Laufband, zwei Ergometer für Beine und Arme sowie eine automatisch laufende Endlos-Leiter, auf der in voller Montur 20 Höhenmeter zurückgelegt werden müssen. Nach der Übung müssen die Atemschutzgeräteträger ihre Geräte ordentlich ablegen und verstauen, damit die Mitarbeiter der FTZ sie wieder für den nächsten Einsatz herrichten können. Danach erfolgt der Eintrag in den Atemschutzpass und die AGT sind wieder für das nächste Jahr tauglich, erkennbar an dem roten A-Aufkleber an ihrem Feuerwehrhelm.